Seit Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) im Juni 2025 sind Webseiten unter bestimmten Bedingungen zur Einhaltung spezifischer Standards der Barrierefreiheit verpflichtet. Das neue BFSG soll Menschen mit Behinderungen den Zugang zu digitalen Angeboten wie Online-Shops oder Bankdiensten erleichtern. Zum Thema Barrierefreiheit von LUKAS-Websites haben wir Ihnen einige Informationen zusammengetragen.
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit spielt eine sehr wichtige Rolle beim Aufbau von Websites. Wir nehmen die Notwendigkeit sehr ernst und arbeiten stetig daran, die technischen Anforderungen der Web Content Accessibility Guidelines zu optimieren. Neben der Technik spielt bei Barrierefreiheit auch das Design (u.a. grafische Elemente) und die Redaktion (u.a. Sprache) eine wichtige Rolle.

Was kann unsere User*innen bei der Durchsicht einer Website beeinträchtigen?
- Blindheit | ein Hilfsmittel für diese User*innen: ein Screenreader,
- Taub-+blindheit | ein Hilfsmittel für diese User*innen: eine Braille-Zeile,
- Gehörlosigkeit | ein Hilfsmittel für diese User*innen: Videos mit Untertitel bzw. in Deutscher Gebärdensprache (DGS),
- Schlechtes Sehen | vier Hilfsmittel für diese User*innen: a) hoher Kontrast / b) starke Vergrößerung / c) Bildschirmlupe / d) Cursor Aids,
- Rot-Grün-Blindheit | ein Hilfsmittel für diese User*innen: Kombination der Farben vermeiden,
- Lichtempfindlichkeit | ein Hilfsmittel für diese User*innen: der sogenannte Dark mode,
- Spastiken | zwei Hilfsmittel für diese User*innen: a) eine Sensoreingabe / b) ein Joystik.
Benutzen Sie die verschiedenen Überschriften-Größen, möglichst in der richtigen Reihenfolge. Die größte Überschrift sollte nur einmal vorkommen.
Gliedern Sie Ihren Text übersichtlich durch Abschnitts-Überschriften und benutzen Sie nicht nur Farben, um Texte oder andere Elemente hervorzuheben oder anderweitig zu kennzeichnen.
Sehbehinderte User*innen nutzen sogenannte Screenreader als Vorleseanwendung, die beim Öffnen der Website zuerst u.a. die Anzahl der Überschriften und dann Überschriften in festgelegter Reihenfolge (nach Überschriften-Größe) vorliest.
Geben Sie Bildern gleich nach dem Hochladen in das jeweilige Medienarchiv einen aussagekräftigen ALT-Text oder stellen Sie eine gleichwertige Beschreibung zur Verfügung, wenn es sich um ein komplexes Bild handelt.
Achtung: Elemente mit leerem ALT-Text werden von Screenreadern ignoriert. Bilder und andere Nicht-Text-Elemente, die nur der Dekoration dienen, müssen einen leeren ALT-Text haben, damit diese ignoriert werden können.
Hinterlegen Sie bei Video- und Audio-Inhalten einen aussagekräftigen Titel. Stellen Sie außerdem eine Textbeschreibung zur Verfügung für User*innen, die das Video nicht anschauen bzw. anhören können. Diese sollte korrekt aufeinanderfolgende Beschreibungen von visuellen und auditiven Informationen beinhalten, damit jede Interaktion erschlossen werden kann. Kennzeichnen Sie Alternativen (zu Text, Audio, Video etc.) immer gut ersichtlich als solche. Sollten Sie als Videoplattform YouTube verwenden, aktivieren Sie bitte die Untertitel-Funktion. Dies ist sehr einfach zu bedienen und kostenlos.
Achten Sie auf einen hohen Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund. Hilfe finden Sie dabei im Programm colorsafe.co. Überprüfen Sie diese Einstellungen mithilfe des Programmes WebAIM.
Beim Standard-Design von LUKAS wählen Sie Ihre Farbkombination selbst.
Web-Barrierefreiheit betrifft mehr als nur Technik. Eine zugängliche Website erlaubt allen Leuten, Online-Inhalte zu nutzen, egal welche Einschränkungen sie haben. Auch Sie als Webmaster*in und Ihre Redakteur*innen spielen eine Rolle, indem Sie Inhalte barrierefrei gestalten.
Damit alle Nutzer*innen Inhalte gleichermaßen wahrnehmen können, brauchen Bilder sinnvolle Alternativtexte und Medien wie Videos zusätzliche Informationen. Auch visuell barrierefrei kommunizieren.
Verlinkungen sind zentrale Elemente digitaler Inhalte – sie leiten Nutzer*innen zu weiteren Informationen, zu Formularen oder zu Downloads. Gestalten Sie Ihre Links barrierefrei, für eine inklusive Nutzererfahrung.
Strukturieren Sie Ihren Inhalt mit Überschriften, diese sind der Wegweiser durch den Text. Achten Sie auf hohe Kontraste zwischen Hintergrund und Text, so sind alle Inhalte für jedermann lesbar. Lesen Sie, wie Sie dies in der Praxis umsetzen.




